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Heute morgen fuhr ich, wie an jedem verdammten Werktag, mit dem Auto nach Düsseldorf.  Seit den Sommerferien klappt es ja endlich, dass ich früh los komme, bevor der Keks aufsteht, so dass sich das Stau- und Aggressionspotential morgens verkleinert hat.

Wenn ich bei uns auf die Autobahn fahre, dann bin ich jedes Mal mit den so genannten Pförtnerampeln konfrontiert. Es ist jeden Morgen die (einzige) Überraschung, ob die Anlage vorgibt, ob bei „grün“ ein oder zwei Kraftfahrzeuge die Ampel passieren dürfen.

Heute Morgen trug sich folgendes zu: Nachdem ich mich reißverschlussmäßig in die Wartereihe eingereiht hatte – DAS sorgt im Übrigen regelmäßig für hohen Blutdruck, weil es immer die gleichen Kanditaten sind, die keinen Platz machen: Männer in dicken Autos – stand ich also in der Reihe. Ganz vorne fuhren zwei Autos flink über die so eben grün gewordene Ampel und während die Ampel immer noch in schönstem Ampelgrün leuchtete, machte die Dame in dem nun an erster Stelle befindlichen Wagen vor mir eine VOLLBREMSUNG. Weil – so meine Vermutung – ja bereits zwei Autos wie vorgeschrieben über das grüne Licht gefahren sind.

Nun denke ich schon den ganzen Tag auf diesem Vorfall rum und frage mich, welcher Gedankengang sich dahinter verbergen mag, trotz grünem Licht scharf zu bremsen und sich nicht zu trauen, drüber zu fahren. Ich kann mir keinen rechten Reim darauf machen.

Ich war übrigens so perplex, dass ich nicht gehupt habe, ich glaube aber auch eher, dass das die Dame völlig aus der Fassung gebracht hätte.